Advent und Weihnachten

Mit den Heiligen sind wir in diesem Jahr unterwegs durch den Advent. Hier finden Sie für jeden Adventssonntag ein kleines Video zum jeweiligen Heiligen, die Geschichte mit Bildern sowie einen Gottesdienst für Zuhause. Auch ein Faltblatt mit "Impulsen to go" steht zum Download bereit. Die Impulse stehen auch in unseren Kirchen zum Mitnehmen bereit. Diese sind an den Adventssonntagen von 10.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Familienmessen am Sonntagmorgen werden in diesem Jahr im Livestream unter https://www.facebook.com/sponheimerland übertragen und stehen im Anschluss auf der Homepage und in unserem YouTube Channel https://www.youtube.com/channel/UCPwxPGHY514cCw7ZRZaImcg?view_as=subscriber zur Verfügung.

Abonnieren Sie unseren digitalen Adventskalender mit Beiträgen von Menschen aus unserer Pfarreiengemeinschaft unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Termine finden Sie im Pfarrbrief oder im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Rüdesheim.

Die Weihnachtsgeschichte

 

 

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Kaiser Augustus hat gesagt: „Alle Menschen in meinem Reich müssen aufgeschrieben werden. Jeder muss in seine Heimatstadt gehen“

 

 

 

 

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Josef wohnt in der Stadt Nazareth. Er muss nach Bethlehem gehen. Der Weg ist weit. Er nimmt seine Frau Maria mit. Maria erwartet ein Kind.

 

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In Bethlehem ist kein Platz in der Herberge. Sie müssen in einem Stall schlafen. Dort bekommt Maria ihr Kind. Es ist ein Sohn. Sie gibt ihm den Namen Jesus. Sie wickelt ihn in Windeln. Sie legt ihn in eine Futterkrippe.

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Draußen auf dem Feld sind die Hirten. Sie passen in der Nacht auf die Schafe auf.

Plötzlich steht bei ihnen ein Engel. Er leuchtet hell. Die Hirten erschrecken. Sie haben große Angst. Der Engel sagt: "Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch große Freude. Der Heiland ist geboren. Heute, in Bethlehem. Geht und sucht ihn! Er liegt als Kind in einer Krippe, in Windeln gewickelt."

Auf einmal sind da noch viel mehr Engel. Sie singen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden! Gott hat die Menschen lieb."

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Dann sind die Engel wieder fort. Die Hirten gehen nach Bethlehem. Sie haben es eilig. Sie wollen den Heiland sehen.

Der Hirten kommen zum Stall. Sie sehen Maria und Josef. Sie finden das Kind in der Krippe. Die Hirten erzählen, was der Engel zu ihnen gesagt hat: "Das Kind ist der Heiland!" Dann gehen sie wieder zu ihren Schafen. Sie loben und preisen Gott.

© Fotos und Geschichte wurden gestaltet und erzählt mit biblischen Erzählfiguren von Gemeindereferentin Claudia Kuhn und Gemeindereferentin Viktoria Höhn.

 

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Hausgottesdienst zum Heiligen Abend 2020  pdf icon
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Die Geschichte der Herbergssuche

 

 

„Guten Abend, ich bin Ruben, der Wirt vom „Gasthaus zum strahlenden Stern“. Mir gehört das Wirtshaus hier. Und ich möchte euch von einer Nacht erzählen, die mein Leben völlig verändert hat. Da ist auch meine Frau. Hannah, weißt du noch, wie alles begonnen hat? Wir wohnen in einer kleinen Stadt in den Bergen, die heißt Betlehem. Das hier ist unser Wirtshaus. Zurzeit läuft unser Geschäft gut. Wir können nicht klagen. Der Kaiser hat nämlich eine Volkszählung angeordnet. Das bedeutet, dass jeder in seine Heimatstadt gehen muss, um sich in eine Steuerliste eintragen zu lassen. Und dem Befehl des Kaisers muss man gehorchen.

 
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Ihr könnt euch nicht vorstellen, was auf der Straße los war. Von überall kamen Leute nach Betlehem. Endlich hatten die Gastwirte alle Zimmer voll belegt. Wir auch. Die Leute müssen ja irgendwo unterkommen. Für viele war der Weg nach Betlehem sehr weit, da können sie nicht wieder nach Hause gehen. Manche sind sogar eine Woche lang unterwegs.“

Aus der Stadt Nazareth kommen Maria und Josef. Sie sind verlobt miteinander. Die beiden haben einen langen Weg hinter sich. Maria ist eine junge Frau. Sie ist schwanger. Ein Engel hat zu ihr gesagt dass ihr Kind Gottes Sohn sei. Bald soll ihr Baby auf die Welt kommen. Maria ist müde. Sie kann nicht mehr und sagt zu Josef: „Oh Josef, ich bin so müde. Meine Beine tun mir weh. Und der Rücken. Unser Kind wird bald auf die Welt kommen“.

Josef klopft an jedes Gasthaus an. Keines lässt er aus. Aber alle Gasthäuser sind voll bis unters Dach. Kein Wirt hat noch ein Zimmer frei. Maria ist ganz mutlos. „Dort hinten am Rand der Stadt brennt noch ein Wirtshauslaterne. Wir werden es dort versuchen. Vielleicht gibt uns dort ein Zimmer für uns.

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Josef klopft an die Türe. Der Wirt öffnet die Türe. Josef fragt „ Hast du noch ein Zimmer für mich und meine Frau?“ Ruben, der Wirt denkt: „Die beiden sehen so arm aus, die können bestimmt nicht bezahlen und am Ende bekommt die Frau noch ihr Kind ausgerechnet heute in meinem Haus. Das gibt nur Scherereien!“

Doch Hannah, seine Frau hat Mitleid mit Maria. „Schick sie nicht weg, mein lieber Mann. Sag nicht NEIN! Wir haben doch kein Herz aus Stein. Wir wollen hilfsbereit sein, dann wird Gott selbst bei uns sein“. Ruben überlegt und ihm fällt etwas ein: „Dann schaut halt, ob noch Platz im Stall ist! Eine bessere Unterkunft haben wir nicht!“

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Dann schlägt er die Türe zu und schiebt den Riegel vor. Maria und Josef gehen und finden den Stall in Bethlehem. In dieser Nacht bringt Maria ihr Kind zur Welt. Sie wickelt es in Windeln und legt es in eine Futterkrippe, weil es sonst kein Platz für das Baby gibt. Es ist ihr erstes Kind. Es ist ein Junge. Maria und Josef geben ihm den Namen Jesus. Dieses Kind ist Gottes Sohn. Und deshalb ist diese Nacht eine Heilige Nacht.

Der Wirt Ruben und seine Frau Hannah hätten vielleicht ganz anders gehandelt, wenn sie gewusst hätten, wer da vor ihrer Türe gestanden ist. Ich denke mir aus, dass Hannah zu ihrem Mann gesagt hat: Komm, Ruben, wir gehen nochmal zum Stall zu unseren Tieren. Wir nehmen für die beiden eine Wolldecke und eine Laterne mit. Und als sie dort ankamen, haben sie einen hellen Stern über dem Stall aufgehen sehen und in der Futterkrippe lag das Jesuskind.

 

 

 

© Fotos und Geschichte wurden gestaltet und erzählt mit biblischen Erzählfiguren von Gemeindereferentin Claudia Kuhn und Gemeindereferentin Viktoria Höhn.

 

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Die Geschichte der hl. Lucia

 

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Lucia hat etwa 300 Jahre nach Jesus in Syrakus, einer Stadt auf Sizilien gelebt. Sizilien ist eine Insel und gehört zu Italien. Lucias Vater war ein reicher, römischer Bürger. Leider starb er schon sehr früh. Ihre Mutter wollte Lucia immer beschützen. 

 

Sie dachte, wenn Lucia heiratet, dann kann ihr Ehemann sie beschützen. Das Problem war aber, dass Lucia gar nicht heiraten wollte. Sie hatte in ihrer Jugend von Jesus gehört. Und wollte Jesus nachfolgen. Sie hat sich taufen lassen und hat versprochen, dass durch sie die Welt ein bisschen heller sein solle.

 

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Der Mann, mit dem Lucias Mutter sie verheiraten wollte, war ziemlich böse auf Lucia. Er war so erbost, dass er sie bei dem Richter angeklagt hat, dass sie eine Christin ist. Zu dieser Zeit wurden die Christen von den Römern nämlich verfolgt und gequält.

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Bei einer Wallfahrt passierte damals etwas Großartiges: ihre Mutter wurde von einer langjährigen Krankheit geheilt. Sie schenkte ihr ein großes Vermögen. Davon kaufte Lucia Essen und Kleider für die Armen. Bald nannten die Menschen sie nur noch „unser helles Licht“.

Um die Hände frei zu haben, hat sie einen Lichterkranz getragen, wenn sie die Armen und Kranken besucht hat.

 

© Fotos und Geschichte wurden gestaltet und erzählt mit biblischen Erzählfiguren von Gemeindereferentin Claudia Kuhn und Gemeindereferentin Viktoria Höhn.

 

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Impulse "To Go" zur hl. Lucia  pdf icon
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Die Geschichte des hl. Nikolaus

 

 

Nikolaus war Bischof in der Stadt Myra, als es eine große Hungernot gab.

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Es hatte viele Monate nicht geregnet. Das ganze Korn aus den Vorratsspeichern war aufgebraucht. Da legten eines Tages fremde Schiffe im Hafen von Myra an. Sie waren schwer beladen mit Getreide. Die Seeleute wollten in Myra frisches Trinkwasser an Bord holen. Die hungernden Menschen liefen sofort im Hafen zusammen und bettelten nach Getreide. Aber die Seeleute wollten ihnen nichts geben. 

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Da liefen einige zu ihrem Bischof Nikolaus. Er ging mit ihnen zum Hafen und verhandelte mit den Seeleuten. Aber die sagten: „Wir müssen das ganze Korn zu unserem Kaiser bringen. Sonst lässt er uns ins Gefängnis werfen“. Da antwortete Bischof Nikolaus: „Ihr könnt uns ruhig Korn hierlassen. Was ihr für die hungrigen Menschen tut, das wird euch nicht zum Schaden werden. Gott selbst wird eure Schiffe wieder füllen, bis ihr beim Kaiser ankommt.“ Es war wirklich ein Wunder, das die Seeleute sich erbarmten und anfingen, reichlich Korn auszuladen.

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Der Bischof selbst teilte das Korn, damit jeder gleich viel bekam. Einen Teil ließ er als Saatgut für die Felder zurück. Nun konnte Brot gebacken werden. Zuerst ließ Bischof Nikolaus Brot an die hungrigen Kinder austeilen.

Später hörten die Leute aus Myra von Reisenden, dass auf den Schiffen der Seeleute tatsächlich kein Korn gefehlt hatte, als sie bei ihrem Kaiser ankamen.

 

 © Fotos und Geschichte wurden gestaltet und erzählt mit biblischen Erzählfiguren von Gemeindereferentin Claudia Kuhn und Gemeindereferentin Viktoria Höhn.

 

 

Die Geschichte des Hl. Nikolaus
 Impulse "To Go" zum Hl. Nikolaus
Gottesdienst für zu Hause zum 2. Advent   

Die Geschichte der Hl. Barbara

 

 

 

 

 

 

 

Barbara wurde um das Jahr 300 nach Jesu in der heutigen Türkei geboren. Der Vater war ein reicher Kaufmann. Die Mutter starb schon, als Barbara noch klein war. Barbara war außergewöhnlich schön und ihr Vater liebte sie sehr. Er ließ für sie einen Turm errichten, zu dem kein fremder Zutritt hatte, außer der Dienerin und ihrem Lehrer. So wollte er verhindern, dass Barbara mit Menschen zusammenkam, die ihm nicht gefielen oder die ihr schaden könnten. Zu dieser Zeit regierte ein römischer Kaiser, der die Christen hasste und sie verfolgte. Viele Christen wurden damals verhaftet, geschlagen oder auch getötet. Das machte dem Vater Sorge. 

 

 

 

 

Barbara war etwa 15 Jahre alt und sah vieles in ihrem Leben mit anderen Augen als ihr Vater. Barbaras Vater war Heide und verehrte Götterbilder, aber damit konnte Barbara nicht viel anfangen.
Eines Tages, als ihr Vater wieder auf einer Geschäftsreise war, hörte sie von Jesus und seinen Taten. Sie konnte gar nicht genug bekommen von den Jesusgeschichten, die man ihr erzählte. Ihr Wunsch wurde immer größer, mehr vom Glauben der Christen zu hören und selbst Christin zu werden. Schließlich wurde Barbara getauft. Und das wollte sie auch nach außen zeigen. Deshalb ließ sie ein drittes Fenster in den Turm bauen: ein Fenster für Gott, als Zeichen ihres Glaubens. „Denn jetzt bin ich Christin“, sagte sie „und ich glaube an Gott, den Vater, und an Jesus Christus, seinen Sohn und an den Heiligen Geist.

 

 

 

 

Als der Vater zurückkehrte und das dritte Fenster sah, fragte er seine Tochter: „Du hast ein drittes Fenster machen lassen?“ Sie antwortetet: „Ja, denn drei Fenster erleuchten jeden Menschen – nämlich Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gottes Licht und Liebe haben mich auch hier in meinem Turm erreicht. Und aus dem Turm strahlen sie in die Welt hinaus.“ Das Gesicht des Vaters wurde finster. Voller Zorn ließ er seine Tochter ins Gefängnis bringen – das war im Winter. Auf dem Weg zum Gefängnis streifte Barbara einen kahlen Kirschbaum, wobei ein Zweig in ihren langen Kleidern hängen blieb. Sie nahm ihn mit ins Gefängnis und stellte ihn in ein Wasserglas. An dem Tag, als Barbara für ihren Glauben hingerichtet wurde, begann der Zweig zu blühen, obgleich noch immer Winter war.

 

 

 

Die Geschichte der Hl. Barbara
 Impulse "To Go" zur Hl. Barbara
Gottesdienst für zu Hause zum 1. Advent